Weizenbaum Report 2021: Politische Partizipation in Deutschland

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Datum
2021
Herausgeber:innen
Autor:innen
Emmer, Martin
Leißner, Laura
Strippel, Christian
Porten-Cheé, Pablo
Schaetz, Nadja
Zeitschriftentitel
ISSN der Zeitschrift
Bandtitel
Verlag
Weizenbaum-Institut
Zusammenfassung

Das Jahr 2020 war in Deutschland von der COVID-19-Pandemie geprägt, die das Land ab Mitte März in einen ersten Shutdown zwang. Den Lockerungen über den Sommer folgten gegen Ende des Jahres wieder stärkere Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Diese Situation hatte auch erhebliche Auswirkungen auf die politische Partizipation in Deutschland. Denn viele pandemiebedingte Einschränkungen erfassten auch die Möglichkeiten der Bürger:innen, sich politisch zu äußern und zu engagieren: So durften etwa Demonstrationen nur noch unter strengen Hygieneauflagen stattfinden, viele Aktivitäten wurden dagegen ins Internet verlagert. Die Forschungsgruppe „Digital Citizenship“ des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft, die diese Längsschnittstudie nun im zweiten Jahr durchführt, interessiert sich insbesondere dafür, wie sich das politische und soziale Engagement in Deutschland im Kontext voranschreitender Digitalisierung entwickelt. Neben der Frage, wie sich die Nutzung und der Einsatz digitaler Medien langfristig auf demokratische Strukturen auswirken, steht in diesem Jahr – ungeplant und plötzlich – auch die Frage im Raum, wie sehr Möglichkeiten zur politischen Partizipation und damit eine zentrale Säule unseres Gemeinwesens durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie eingeschränkt wurden und inwieweit digitale Formen der Beteiligung hier einen Ausgleich schaffen konnten. Allerdings sind durch die Pandemie andere Themen nicht verschwunden: Phänomene wie Hass und Hetze im Internet oder Bemühungen um einen verstärkten Klimaschutz spielen in der Öffentlichkeit weiterhin eine wichtige Rolle als Kontext und Gegenstand von Partizipation. Auch grundsätzlichere Fragen, etwa nach sozialen Ungleichheiten in der politischen Beteiligung, bleiben relevant und werden in diesem Report ebenfalls in den Blick genommen. Dieser Report dokumentiert ausgewählte Befunde einer bevölkerungsrepräsentativen Längsschnittuntersuchung, die im Herbst 2020 zum zweiten Mal durchgeführt wurde. Die Besonderheit dieser Studie, durch die sie sich von vielen anderen Datenerhebungen unterscheidet, ist das sogenannte Paneldesign, bei dem versucht wird, in jeder Welle dieselben Personen zu befragen, um Veränderungen im Zeitverlauf detaillierter verfolgen zu können als in Querschnittsbefragungen, die lediglich Momentaufnahmen erlauben. Methodische Details zu dieser Studie sind auf Seite 5 erläutert. Weiterführende Informationen zur Arbeit des Weizenbaum-Instituts, der Forschungsgruppe „Digital Citizenship“ und der Methodik der vorliegenden Untersuchung finden sich im Internet unter https://osf.io/4rdxq/

Beschreibung
Schlagwörter
Political science \ Political Process, Elections, Political Sociology, Political Culture \ social media \ epidemic \ political activity \ Federal Republic of Germany \ political participation \ media skills \ political attitude \ digital media \ involvement \ political interest \ Politikwissenschaft \ COVID-19 \ Coronavirus \ politische Willensbildung, politische Soziologie, politische Kultur \ Bundesrepublik Deutschland \ politisches Interesse \ politische Aktivität \ Digitale Medien \ Medienkompetenz \ Epidemie \ politische Einstellung \ Engagement \ Soziale Medien \ politische Partizipation
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Zitierform
Emmer, M., Leißner, L., Strippel, C., Porten-Cheé, P. & Schaetz, N. (2021). Weizenbaum Report 2021: Politische Partizipation in Deutschland. Weizenbaum-Institut. https://doi.org/10.34669/WI.WR/2