Weizenbaum Report

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Deutsch Der Weizenbaum Report ist eine jährlich erscheinende Publikation zur politischen Partizipation in Deutschland. Er stellt Befunde der bevölkerungsrepräsentativen Befragung der Forschungseinheit Weizenbaum Panel vor, die seit 2019 durchgeführt wird. Im Zentrum steht die Untersuchung verschiedener Formen politischer Partizipation im Zeitverlauf und ihre Entwicklung unter Digitalisierungsbedingungen. Daneben werden jedes Jahr auch kurzfristigere Forschungsinteressen des Weizenbaum-Instituts berücksichtigt, wie etwa Fragen nach Geschlechterunterschieden in der digitalen politischen Beteiligung oder nach Einstellungen der Bürger:innen zur Rolle Künstlicher Intelligenz für das gesellschaftliche Leben. Der Weizenbaum Report richtet sich ausdrücklich an eine breite Öffentlichkeit und wird regelmäßig von regionalen und überregionalen Medien aufgegriffen.

English The Weizenbaum Report is an annual publication on political participation in Germany. It presents findings from a survey which is representative of the population conducted by the Weizenbaum Panel research unit since 2019. The focus is on the investigation of various forms of political participation over time and their development against the backdrop of digitalization. Each year, the Weizenbaum Institute also considers short-term research interests, such as questions about gender differences in digital political participation or citizens' attitudes towards the role of artificial intelligence in social life. The Weizenbaum Report is explicitly aimed at a broad public and is regularly picked up by regional and national media.

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Neueste Veröffentlichungen

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    Weizenbaum Report 2023: Politische Partizipation in Deutschland
    (Weizenbaum-Institut, 2023) Heger, Katharina; Jokerst, Sofie; Strippel, Christian; Emmer, Martin
    Das Jahr 2022 eröffnete den Bürger:innen mit der Aufhebung der meisten COVID-Infektionsschutzmaßnahmen wieder deutlich mehr Möglichkeiten, sich politisch einzubringen, nachdem die zwei Jahre zuvor von tiefgreifenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens geprägt waren. Zudem hatten weltpolitische Ereignisse wie der Angriff Russlands auf die Ukraine oder die Proteste gegen das autoritäre Regime im Iran eine mobilisierende Wirkung auf die deutsche Bevölkerung, was sich unter anderem in einer Zunahme an Demonstrationsteilnahmen gegenüber dem Vorjahr zeigt. Längerfristige Entwicklungen in der politischen Beteiligung zu beobachten und dabei den digitalen Wandel bürgerschaftlichen Handelns zu analysieren, ist Ziel des "Weizenbaum Panels". Die seit 2019 jährlich durchgeführte Längsschnittstudie zu politischer Partizipation und Kommunikation befasst sich mit dem politischen und sozialen Engagement in Deutschland. Neben der sich wandelnden Rolle digitaler Medien im politischen Handeln der Menschen wurde in diesem Jahr unter anderem dem Autoritarismus als einem Treiber antidemokratischer Beteiligung, sogenannter „Dark Participation“ im Netz (S. 10-12) und den Auswirkungen sozialer Ungleich- heit auf die politische Teilhabe (S. 14-16) nachgegangen. Der jährlich erscheinende Weizenbaum Report berichtet ausgewählte Befunde dieser bevölkerungsrepräsentativen Längsschnittuntersuchung, die von Oktober bis Dezember 2022 zum vierten Mal durchgeführt wurde.
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    Weizenbaum Report 2022: Politische Partizipation in Deutschland
    (Weizenbaum-Institut, 2022) Heger, Katharina; Leißner, Laura; Emmer, Martin; Strippel, Christian
    Auch im Jahr 2021 stand die politische Partizipation von Bürger:innen in Deutschland im Zeichen der COVID-19-Pandemie. Mehrere Infektionswellen schränkten das soziale Leben weiterhin ein und nahmen Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung und das politische Engagement: Großveranstaltungen wie Demonstrationen konnten nicht oder nur unter Auflagen im Rahmen des Infektionsschutzes durchgeführt werden, relevante Teile des politischen Diskurses und des politischen Handelns fanden im Internet statt. Die Längsschnittstudie zu politischer Partizipation, die die Forschungsgruppe "Digital Citizenship" des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft seit 2019 durchführt, befasst sich mit dem politischen und sozialen Engagement in Deutschland. Die forschungsleitende Frage nach der Nutzung digitaler Medien und ihrem Einfluss auf politisches Handeln wurde in diesem Jahr durch Fragen zu politischen Geschlechternormen und feministischen Einstellungen ergänzt. Sie sollen Aufschluss über die Hintergründe für geschlechtsbezogene Ungleichheiten in der politischen Partizipation geben (S. 10-11). Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung bezog sich auf die Wahrnehmung und Verbreitung von Falschnachrichten ("Fake News") und Hassrede ("Hate Speech") in sozialen Medien (S. 11-12). Der Weizenbaum Report dokumentiert jährlich ausgewählte Befunde dieser bevölkerungsrepräsentativen Längsschnittuntersuchung, die von Oktober bis Dezember 2021 zum dritten Mal durchgeführt wurde. Die Besonderheit dieser Studie, durch die sie sich von vielen anderen Datenerhebungen unterscheidet, ist das sogenannte Paneldesign, bei dem dieselben Personen jedes Jahr erneut befragt werden. Dieses Studiendesign ermöglicht es, Veränderungen im Hinblick auf die Mediennutzung, die politische Partizipation oder bestimmte politische Einstellungen im Zeitverlauf sehr detailliert verfolgen zu können. Weiterführende Informationen zum Weizenbaum Panel, zu den methodischen Details der Erhebungen sowie alle früheren Berichte und weiterführende Publikationen gibt es im Internet unter: https://panel.weizenbaum-institut.de/
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    Weizenbaum Report 2021: Politische Partizipation in Deutschland
    (Weizenbaum-Institut, 2021) Emmer, Martin; Leißner, Laura; Strippel, Christian; Porten-Cheé, Pablo; Schaetz, Nadja
    Das Jahr 2020 war in Deutschland von der COVID-19-Pandemie geprägt, die das Land ab Mitte März in einen ersten Shutdown zwang. Den Lockerungen über den Sommer folgten gegen Ende des Jahres wieder stärkere Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Diese Situation hatte auch erhebliche Auswirkungen auf die politische Partizipation in Deutschland. Denn viele pandemiebedingte Einschränkungen erfassten auch die Möglichkeiten der Bürger:innen, sich politisch zu äußern und zu engagieren: So durften etwa Demonstrationen nur noch unter strengen Hygieneauflagen stattfinden, viele Aktivitäten wurden dagegen ins Internet verlagert. Die Forschungsgruppe „Digital Citizenship“ des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft, die diese Längsschnittstudie nun im zweiten Jahr durchführt, interessiert sich insbesondere dafür, wie sich das politische und soziale Engagement in Deutschland im Kontext voranschreitender Digitalisierung entwickelt. Neben der Frage, wie sich die Nutzung und der Einsatz digitaler Medien langfristig auf demokratische Strukturen auswirken, steht in diesem Jahr – ungeplant und plötzlich – auch die Frage im Raum, wie sehr Möglichkeiten zur politischen Partizipation und damit eine zentrale Säule unseres Gemeinwesens durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie eingeschränkt wurden und inwieweit digitale Formen der Beteiligung hier einen Ausgleich schaffen konnten. Allerdings sind durch die Pandemie andere Themen nicht verschwunden: Phänomene wie Hass und Hetze im Internet oder Bemühungen um einen verstärkten Klimaschutz spielen in der Öffentlichkeit weiterhin eine wichtige Rolle als Kontext und Gegenstand von Partizipation. Auch grundsätzlichere Fragen, etwa nach sozialen Ungleichheiten in der politischen Beteiligung, bleiben relevant und werden in diesem Report ebenfalls in den Blick genommen. Dieser Report dokumentiert ausgewählte Befunde einer bevölkerungsrepräsentativen Längsschnittuntersuchung, die im Herbst 2020 zum zweiten Mal durchgeführt wurde. Die Besonderheit dieser Studie, durch die sie sich von vielen anderen Datenerhebungen unterscheidet, ist das sogenannte Paneldesign, bei dem versucht wird, in jeder Welle dieselben Personen zu befragen, um Veränderungen im Zeitverlauf detaillierter verfolgen zu können als in Querschnittsbefragungen, die lediglich Momentaufnahmen erlauben. Methodische Details zu dieser Studie sind auf Seite 5 erläutert. Weiterführende Informationen zur Arbeit des Weizenbaum-Instituts, der Forschungsgruppe „Digital Citizenship“ und der Methodik der vorliegenden Untersuchung finden sich im Internet unter https://osf.io/4rdxq/
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    Weizenbaum Report 2019: Politische Partizipation in Deutschland
    (Weizenbaum-Institut, 2020) Schaetz, Nadja; Leißner, Laura; Porten-Cheé, Pablo; Emmer, Martin; Strippel, Christian
    Der politische Diskurs in Deutschland Anfang des Jahres 2020 verläuft stürmisch: Wir beobachten ein großes Engagement vieler, vor allem junger Menschen für politische und soziale Themen, wie etwa in der Fridays-for-Future-Bewegung oder im Widerstand gegen Rechtsextremismus. Neue digitale Medien sind dabei ein wichtiges Werkzeug für politisches Handeln. Gleichzeitig werden gesellschaftliche Debatten vor allem in sozialen Medien oft nicht zivil und sachlich geführt, sondern es werden Fakten, demokratische Institutionen und gesellschaftliche Normen zum Beispiel durch Hasskommentare und Desinformation infrage gestellt. Das Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft nimmt den Wandel gesellschaftlicher Kommunikations- und Partizipationsprozesse, die sich im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung ergeben, in den Blick. Mit diesem Bericht, der im Rahmen der Arbeit der Forschungsgruppe „Digital Citizenship“ entstanden ist, soll ein aktueller und problemzentrierter Einblick in den Stand politischer Partizipation von Bürger*innen in Deutschland geliefert werden. Dieser Bericht soll zukünftig jährlich erscheinen und damit langfristig und basierend auf repräsentativen Bevölkerungsbefragungen Auskunft darüber geben, wie sich das politische und soziale Engagement in Deutschland im Kontext voranschreitender Digitalisierung entwickelt. Wie sich digitale Medien langfristig auf demokratische Strukturen auswirken, ist bisher unklar und wissenschaftlich nicht geklärt. Lange ging ein großer Teil der Forschung zu Partizipation und Digitalisierung davon aus, dass digitale und insbesondere soziale Medien bürgerliches Engagement befördern und prinzipiell positiv für die demokratische Gesellschaft seien (Boulianne, 2015; Emmer, Vowe, & Wolling, 2011). Aktuelle Entwicklungen, wie die gezielte Verbreitung von Desinformation sowie Hass und Hetze im Internet, stellen diese Befunde zumindest teilweise infrage. Aus diesem Grund untersucht die hier vorgestellte Studie über politische Partizipation hinaus auch die gesellschaftliche Verankerung bürgerschaftlicher Normen und den Umgang mit Hass im Kontext digitaler Medien.