Journalismus und Journalismusforschung: Nein, das Ende ist nicht nahe – Eine Antwort auf Hektor Haarkötter
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Hektor Haarkötters Text ist ein Abgesang auf den Online-Journalismus – und obendrein auf die Forschung, die ihm gewidmet ist. Sein pointiertes Urteil: Bevor die Geschichte des Online-Journalismus erzählt worden ist, ist er schon wieder Geschichte. Dass der Journalismus in der Krise steckt, ist keine Neuigkeit, sondern wird seit mehr als zwei Jahrzehnten unentwegt diskutiert und erforscht. Hektor Haarkötter formuliert das, woran in der Tendenz wohl niemand zweifelt, mit besonderer Drastik. Den Text durchzieht eine Todesmetaphorik („Siechtum und Tod“, „Friedhof“, „Finsternis“, „Sargnägel“, „Todeskampf“, „RIP“; Büscher 1996). Während andere nach Auswegen aus der Krise suchen, ist für ihn das Ende des Online-Journalismus besiegelt. Gegen diese Eindeutigkeit und Unausweichlichkeit möchte ich hier argumentieren, weil sie weder dem Forschungsstand entspricht, noch die Lage völlig aussichtlos ist. Ich verstehe Haarkötters Text als provokanten Appell an Kommunikationswissenschaft und Journalismus, sich die Lage schonungslos zu vergegenwärtigen, denn es steht in der Tat viel auf dem Spiel: die Zukunft der liberalen Demokratie (Neuberger 2022a), ebenso die Wissenschaftsfreiheit.
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Zitierform
Neuberger, C. (2024). Journalismus und Journalismusforschung: Nein, das Ende ist nicht nahe – Eine Antwort auf Hektor Haarkötter. Publizistik, 69(4), 555–563. https://doi.org/10.1007/s11616-024-00869-0