Das Verfahren geht weit über „die App“ hinaus – Datenschutzfragen von Corona-Tracing-Apps. Einführung in Datenschutz-Folgenabschätzungen als Mittel, gesellschaftliche Implikationen zu diskutieren

dc.contributor.authorBock, Kirsten
dc.contributor.authorKühne, Christian Ricardo
dc.contributor.authorMühlhoff, Rainer
dc.contributor.authorOst, Měto R.
dc.contributor.authorPohle, Jörg
dc.contributor.authorRehak, Rainer
dc.date.accessioned2023-08-30T14:18:49Z
dc.date.available2023-08-30T14:18:49Z
dc.date.issued2020
dc.description.abstractSeit der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus in Europa Anfang 2020 wir dan technischen Lösungen zur Eindämmung der Pandemie gearbeitet. Unter den verschiedenen Systementwürfen stechen jene hervor, die damit werben, datenschutzfreundlich und DSGVO-konform zu sein. Die DSGVO selbst verpflichtet die Betreiberïnnen umfangreicher Datenverarbeitungssysteme wie etwa Tracing-Apps zur Anfertigung einer Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) aufgrund des hohen Risikos für die Rechte- und Freiheiten (Art. 35 DSGVO). Hierbei handelt es sich um eine strukturierte Risikoanalyse, die mögliche grundrechtsrelevante Folgen einer Datenverarbeitung im Vorfeld identifiziert und bewertet. Wir zeigen in unserer DSFA, dass auch die aktuelle, dezentrale Implementierung der Corona-Warn-App zahlreiche gravierende Schwachstellen und Risiken birgt. Auf der rechtlichen Seite haben wir die Legitimationsgrundlage einer freiwilligen Einwilligung untersucht und formulieren die begründete Forderung, dass der Einsatz einer Tracing-App gesetzlich geregelt werden muss. Weiterhin wurden Maßnahmen zur Verwirklichung von Betroffenenrechten nicht ausreichend betrachtet. Nicht zuletzt ist die Behauptung, ein Datum sei anonym, hoch voraussetzungsreich. Anonymisierung muss als ein kontinuierlicher Vorgang begriffen werden, der eine Abtrennung des Personenbezugs zum Ziel hat und auf dem Zusammenspiel von rechtlichen, organisatorischen und technischen Maßnahmen beruht. Der derzeit vorliegenden Corona-Warn-App fehlt es an einem solchen expliziten Trennungsvorgang. Unsere DSFA zeigt dabei auch die wesentlichen Defizite der offiziellen DSFA der Corona-Warn-App auf.
dc.identifier.citationBock, K., Kühne, C. R., Mühlhoff, R., Ost, M. R., Pohle, J., & Rehak, R. (2020). Das Verfahren geht weit über „die App“ hinaus – Datenschutzfragen von Corona-Tracing-Apps. Einführung in Datenschutz-Folgenabschätzungen als Mittel, gesellschaftliche Implikationen zu diskutieren. Informatik Spektrum, 43(5), 334–338. https://doi.org/10.1007/s00287-020-01313-z
dc.identifier.doi10.1007/s00287-020-01313-z
dc.identifier.eissn1432-122X
dc.identifier.urihttps://www.weizenbaum-library.de/handle/id/193
dc.language.isoger
dc.rightsopen access
dc.rights.urihttps://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
dc.subjectComputer Science
dc.subjectComputer Hardware
dc.subjectComputer Systems Organization and Communication Networks
dc.subjectSoftware Engineering/Programming and Operating Systems
dc.subjectData Structures and Information Theory
dc.subject.ddc004 Informatik
dc.titleDas Verfahren geht weit über „die App“ hinaus – Datenschutzfragen von Corona-Tracing-Apps. Einführung in Datenschutz-Folgenabschätzungen als Mittel, gesellschaftliche Implikationen zu diskutieren
dc.typeArticle
dc.type.statuspublishedVersion
dcmi.typeText
dcterms.bibliographicCitation.issue5
dcterms.bibliographicCitation.journaltitleInformatik Spektrum
dcterms.bibliographicCitation.pageend338
dcterms.bibliographicCitation.pagestart334
dcterms.bibliographicCitation.volume43
local.researchgroupQuantifizierung und gesellschaftliche Regulierung
local.researchtopicVerantwortung – Vertrauen – Governance
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