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Rechte Verschwörungstheorien in hyperparteiischen Medien – Was hätte ein Verbot des Compact-Magazins für das antidemokratische Online-Ökosystem bedeutet?

Abstract

Social-Media und andere Online-Publikationsformen bieten antidemokratischen Akteurinnen Raum zur Vernetzung, wobei hyperparteiische Medien als Informationsquelle und Bewegungsorganisatoren fungieren. Dieser Artikel nimmt das versuchte Verbot des Compact-Magazins durch das Bundesinnenministerium im Sommer 2024 zum Anlass, mögliche Folgen einzelner Medienverbote für rechtsextreme und verschwörungstheoretische Informationsökosysteme zu untersuchen. Die Studie stützt sich auf eine automatisierte Analyse von Artikeln mit Bezug zur rechtsextremen Verschwörungstheorie des „Großen Austauschs“ aus Compact, Junge Freiheit, Epoch Times und PI News über einen Zeitraum von zehn Jahren. Sie zeigt, dass sich alle untersuchten Medien in diesen Artikeln thematisch ähneln. Compact wird am häufigsten genutzt, jedoch veröffentlicht PI News die größte Artikelzahl mit der höchsten Toxizität. In der Praxis der Regulierung schädlicher Online-Ökosysteme kann daher ein Zielkonflikt entstehen, bei dem zwischen der Eindämmung der toxischsten und reichweitenstärksten Akteurinnen priorisiert werden muss.

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Keywords

Plattformmoderation, Rechtsextreme Alternativmedien, Verschwörungstheorien, Topic Modeling

Citation

Buehling K., Becker J.D., Zhang X. & Heft A. (2026). Rechte Verschwörungstheorien in hyperparteiischen Medien – Was hätte ein Verbot des Compact-Magazins für das antidemokratische Online-Ökosystem bedeutet? Wissen schafft Demokratie. Schwerpunkt Demokratiegefährdung online. Schriftenreihe des IDZ, 18, 82-99. https://doi.org/10.19222/202618/06

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