Evidenzbasiert regulieren. Kinder- und Jugendschutz im Kontext sozialer Medien
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Executive Summary: Ein generelles Social-Media-Verbot für Minderjährige ist empirisch nur schwach begründbar Die verfügbaren Studien zeigen keine konsistenten, starken negativen Effekte. Vielmehr sind die beobachteten Zusammenhänge in der Regel klein und kontextabhängig. Gleichzeitig bestehen erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich kausaler Wirkungszusammenhänge. Hinzu kommt, dass ein Großteil der bestehenden Forschung primär potenzielle negative Auswirkungen sozialer Mediennutzung in den Blick nimmt, während positive Effekte bislang deutlich weniger systematisch untersucht wurden. Politische Entscheidungen sollten diese Grenzen des aktuellen Forschungsstands berücksichtigen. Bei unklarer Befundlage kann das Vorsorgeprinzip dazu veranlassen, zunächst generelle und weitreichende Schutzmaßnahmen zu ergreifen, bevor mehr Klarheit besteht. Darüber aber sollten andere mögliche Maßnahmen nicht aus den Augen verloren werden
