Weizenbaum Policy Papers
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Policy Papers are scientifically based statements, position papers and briefings on current political issues and decision-making processes.
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Item Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Durchführung der Verordnung (EU) 2024/1689(Weizenbaum Institute, 2025-10) Braun, Melina; Iglesias Keller, Clara; Krzywdzinski, Martin; Mysegades, Charlotte; Schöbel, Philipp; Zech, HerbertDie 2024 verabschiedete Verordnung (EU) 2024/1689 (im Folgenden: AI Act) verpflichtet die Mitgliedstaaten, im Rahmen der nationalen Umsetzung des AI Act drei Arten von Behörden zu benennen oder einzurichten, vgl. Art. 70 und Art. 77 AI Act. Der AI Act lässt den Mitgliedstaaten einen Ermessensspielraum in Bezug auf die Struktur und Gestaltung dieser drei Arten von Behörden. Was die Behörden zum Schutz der Grundrechte betrifft, so waren die Mitgliedstaaten gemäß Art. 77 Abs. 2 AI Act verpflichtet, bis zum 2. November 2024 eine Liste dieser Behörden zu veröffentlichen. Die Mitgliedstaaten sollten gemäß Art. 113 lit. b) AI Act bis zum 2. August 2025 mindestens eine notifizierende Behörde und mindestens eine Marktüberwachungsbehörde als zuständige nationale Behörden errichten oder benennen. Hier setzt der Referentenentwurf eines Gesetzes zur Durchführung der KI-Verordnung (EU) 2024/1689 (im Folgenden: Referentenentwurf) an. Diese Frist ist von Deutschland bereits überschritten worden, sodass das Weizenbaum-Institut die Veröffentlichung des Referentenentwurfes und die geplante zügige Verabschiedung des Umsetzungsgesetzes begrüßt. Diese Stellungnahme greift maßgebliche Aspekte des Entwurfs auf und analysiert sie. Ein Schwerpunkt der Betrachtung liegt auf der Stellung der Bundesnetzagentur als zentrale Durchsetzungsbehörde. Ziel der Stellungnahme ist es, sowohl aus juristischer Perspektive (Rechtsstaatlichkeit, Grundrechte, Governance) als auch aus wissenschaftlicher Perspektive (Gesellschaftliche Auswirkungen, Partizipation) zentrale Regelungen kritisch zu beleuchten.Item Offenheit neu verhandeln – KI im öffentlichen Interesse gestalten(Weizenbaum Institute, 2025-12) Mayer, Katja; Knaus, Jochen; Züger, Theresa; Fichtner, Urs Alexander; Glinka, Katrin; Hase, Jan; Heller, Lambert; Kaffee, Lucie-Aimée; Koth, Sebastian; Kowald, Dominik; Lipp, Ilona; Meyer, Katharina; Ritter, Petra; Waag, Anne-Sophie; Hauswirth, Manfred; Skupien, StefanDort, wo KI öffentlich entwickelt, finanziert und eingesetzt wird – in Wissenschaft, Verwaltung und öffentlicher Infrastruktur – muss sie offen, nachvollziehbar, nachhaltig und gemeinwohlorientiert sein. Das ist kein technisches Detail, sondern eine demokratische Verpflichtung: Öffentliche Mittel erfordern Transparenz, Nachvollziehbarkeit stärkt Vertrauen, und Gemeinwohlorientierung macht KI zum Motor gesellschaftlicher Teilhabe statt privater Machtkonzentration. Damit das gelingt, braucht es politische Rückendeckung, dauerhafte Strukturen und verbindliche Regeln. Nur durch klare Rahmenbedingungen lassen sich Transparenz, Zugang, Rechenschaft und Beteiligung dauerhaft sichern. Offenheit im Zeitalter der KI ist nicht optional – sie ist ein demokratischer Gestaltungsauftrag. Dieser Forderungskatalog richtet sich an politische Entscheidungsträger:innen auf Bundes- und Landesebene, insbesondere an die zuständigen Ausschüsse für Digitales und Staatsmodernisierung, Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft und Energie und Arbeit und Soziales. Er benennt zentrale Handlungsfelder, in denen Offenheit als Leitprinzip neu gedacht und verankert werden muss – damit KI-Technologien in den Dienst der Öffentlichkeit gestellt werden können.Item Harmonised Standards and Conformity Assessments in the AI Act: Strengthening Independent and Participatory Oversight(Weizenbaum Institute, 2025-12) Berendt, Bettina; Danos, Vasilios; Hartmann, David; Langer, Fabian; Lassiter, Tina; Mönig, Julia Maria; Mysegades, Charlotte; Puntschuh, Michael; Zech, HerbertAdopted by the European Union in 2024, the Artificial Intelligence Act (AIA) constitutes a landmark framework for the regulation of AI systems within the EU’s internal market. While recognising its significance for fostering accountability and trustworthy AI, this position paper focuses on two central mechanisms for its effective implementation: (1) technical standardisation and (2) conformity assessments. It argues that, in their current formulation, both mechanisms risk an excessive reliance on private governance, thereby constraining democratic oversight and the effective protection of fundamental rights. The AIA implements its legal obligations through technical standardisation under Article 40, delegating detailed requirements to the European standardisation organisations. Compliance with these harmonised standards creates a presumption of conformity, giving companies strong incentives to follow them. Although the AIA introduces broader stakeholder consultation via the AI Board and Advisory Forum, participation remains non-binding, allowing large corporations to dominate standard-setting and raising concerns about democratic legitimacy and fundamental rights protection. Under Article 43, conformity assessments verify whether high-risk AI systems meet AIA re- quirements before market entry. Most rely on internal self-assessment; external control is only required in very limited cases. While this reduces administrative burdens, it also risks weakening oversight, transparency, and protection of fundamental rights.Item Data Access for Researchers under the Digital Services Act: From Policy to Practice(Weizenbaum Institute, 2025-09) Seiling, LK; Iglesias Keller, Clara; Ohme, Jakob; Klinger, Ulrike; de Vreese, ClaesAs digital platforms play an increasingly prominent role in societies around the globe, calls from policymakers, civil society, and the public for transparency, accountability and evidence-based regulation of these digital services have become louder and more urgent. Independent research seeking to provide such empirical evidence has either taken place in a legal gray zone, running the risk of legal retaliation, or depended on close collaboration with platforms. The Digital Services Act (DSA), adopted in 2022 and in force since 2024, promises to change this dynamic by clearly outlining under which conditions platforms must grant data access to researchers. The recently adopted Delegated Act on data access (DA) provided more detail on the implementation of this new right to data access for researchers. This paper provides an overview of researchers’ initial practical experience with access to publicly available data based on Art. 40(12) DSA as well as an in-depth description of procedure for access as set out in Art. 40(4) DSA, thereby comprehensively characterising the data access options outlined in the DSA and DA. We outline key provisions and their underlying rationales to provide an overview of the goals, procedures and limits of DSA-based data access, as well as an account of external factors likely to weigh in its realisation. The goal is to offer a valuable point of reference for the European as well as global community of researchers considering applications under the DSA, as well as other stakeholders aiming to understand or support the development of robust data access frameworks.Item Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Durchführung der Verordnung (EU) 2023/2854 (Data Act-Durchführungsgesetz – DA-DG)(Weizenbaum Institute, 2025-03) Baumer, Jonathan; Markschies, Lisa; Erbay, Ceyda; Zech, HerbertDer 2023 verabschiedete Data Act hat sich zum Ziel gesetzt, faire Zugangs- und Nutzungsregeln für Daten, die von Internet of Things-Geräten generiert wurden, zu schaffen. Die Ausgestaltung der Durchsetzung der Verordnung wird in Teilen auch dem nationalen Gesetzgeber überlassen. Hier setzt der Referentenentwurf eines Gesetzes zur Durchführung der Verordnung (EU) 2023/2854 (Data Act-Durchführungsgesetz – DA-DG) an. Diese Stellungnahme greift maßgebliche Aspekte des Entwurfs auf und analysiert sie. Ein Schwerpunkt der Betrachtung liegt auf der Stellung der Bundesnetzagentur als zentrale Durchsetzungsbehörde. Insbesondere die große Zahl von Fällen, die personenbezogene Daten zum Gegenstand haben, stellt hier eine Herausforderung dar, die durch eine Stärkung der Datenschutzbehörden gelöst werden könnte. Ebenso wird das zweigleisige Durchsetzungssystem, dessen behördliche Schiene im Referentenentwurf konkretisiert wird, im Rahmen der Stellungnahme diskutiert. Besonders im Fokus stehen hier die Position des Nutzers sowie der Umgang mit Geschäftsgeheimnissen. Die Betrachtung erfolgt hierbei stets mit Blick auf die Geeignetheit der Maßnahmen zur Erreichung der Ziele des Data Acts.Item Digitalpolitische Impulse für die Bundestagswahl 2025: Eine starke digitale Agenda für Gesellschaft und Wissenschaft(Weizenbaum Institute, 2025) Brandenburger, Bonny; Gerhold, Lars; Gonnermann-Müller, Jana; Hamm, Andrea; Hase, Jan; Kammerer, Dietmar; Knaus, Jochen; Kox, Thomas; Leins, Nicolas; Lettkemann, Virginie; Neuberger, Christoph; Oellers, Claudia; Pasler, Theresia; Pütz, Julian; Rehak, Rainer; Ritterbusch, David Georg; Saba, Sara; Schimmler, Sonja; Schummel, Philip; Shala, Kaltrina; Stolze, Martha; Teichmann, Malte; Ullrich, AndréGronau, NorbertDieses Policy Paper wurde von 24 Forschenden des Weizenbaum-Instituts in einem kollaborativen Prozess erarbeitet. In interdisziplinärer Zusammenarbeit wurden aktuelle Herausforderungen der Digitalpolitik analysiert und evidenzbasierte Handlungsempfehlungen für die Legislaturperiode 2025-2029 formuliert. Der Entstehungsprozess des Policy Papers umfasste mehrere Diskussionsrunden, in denen Forschungsergebnisse, politische Entwicklungen, sowie gesellschaftliche und wissenschaftliche Bedarfe reflektiert und in konkrete Empfehlungen überführt wurden.Item Response to the Consultation on the Delegated Regulation on Data Access provided for in the Digital Services Act(Weizenbaum Institute, 2024) Seiling, Lukas; Ohme, Jakob; Klinger, UlrikeThis response provides feedback on the Delegated Regulation on Data Access provided for in the Digital Services Act. It is informed by a variety of exchanges with empirical platform researchers across Germany and Europe. The first section highlights clarifications and proposed procedures for non-public data access which are practical, workable or welcomed by scientists for other reasons. The second section outlines further opportunities for clarification, additions, or modifications to the draft text, particularly regarding the data access procedure, the data access portal, the types of data, as well as the documentation and modalities of data access.Item Submission of Views on Issues for Further Consideration for Digital Sequence Information on Genetic Resources(Weizenbaum Institute for the Networked Society, 2023) Klünker, IrmaOpen and Responsible Data Governance is a promising concept to help operationalize the FAIR and CARE principles for DSI-specific data governance. While the CARE principles ensure indigenous data sovereignty is respected, the FAIR principles ensure that monetary benefits from the use of DSI are generated and form a part of resource mobilization for the conservation of biodiversity.Item Stellungnahme zum BMBF-Eckpunktepapier für ein Forschungsdatengesetz(Weizenbaum Institute, 2024-05-23) Kammerer, Dietmar; Schimmler, Sonja; Shala, Kaltrina; Vuorimäki, JulianDas Weizenbaum-Institut begrüßt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vorgelegte Eckpunktepapier zum Forschungsdatengesetz. Damit es zum Wohle der Allgemeinheit wirksam werden kann, sollte es den Bedarfen der öffentlich geförderten Forschung angemessen sein. Das Weizenbaum-Institut möchte mit der vorliegenden Stellungnahme hierzu einen Beitrag leisten. Im Folgenden wird deshalb zu den Datenbedarfen der Forschung, der Auffindbarkeit von Forschungsdaten, dem Zugang zu und die Verknüpfung von Forschungsdaten, den Ressourcen und der Anerkennung für die Forschung sowie Verbesserungen im Datenschutzrecht Stellung genommen.Item Enabling Research with Publicly Accessible Platform Data: Early DSA Compliance Issues and Suggestions for Improvement(Weizenbaum Institut, 2024) Jaursch, Julian; Ohme, Jakob; Klinger, UlrikeThe EU’s Digital Services Act (DSA) requires very large online platforms and search engines (VLOPs) to provide publicly accessible data to researchers meeting certain requirements (Article 40(12)). While some platforms have taken laudable steps to implement such data access opportunities, serious concerns remain about full compliance with the DSA in this regard. This is reflected in the European Commission’s effort to request information from 17 VLOPs on how they comply with Article 40(12). Currently, researchers from academia and civil society still face significant hurdles when trying to request publicly accessible data from VLOPs. To provide the Commission and Digital Services Coordinators with insights for their oversight work, this paper offers an analysis of early experiences with Article 40(12) data access requests and suggestions for improvement. It is based on conversations with researchers and on data collected through the DSA 40 Data Access Tracker.